Wipptal - Willkommen in Südtirol!
Das Wipptal bildet zusammen mit dem Brenner das oberste Eisacktal. Die Region bildet seit mehreren Jahrtausenden die wichtigste Verbindung zwischen Italien und Mitteleuropa. Während den Jahrzehnten sind hier viele den Weg über die Alpen gegangen - von römischen Legionären und germanischen Stämmen über Kaiser und Könige, Denker und Dichter bis hin zu den Urlaubern, die den Brenner für ihre Einreise nach Südtirol bzw. Italien nutzen.
Sterzing - Zwischenstopp und Tagesausflug
Das Städtchen Sterzing besitzt gerade mal an die 5600 Einwohner und bietet auf den ersten Blick kaum mehr als eine einzige Straße, dennoch bildet sie ein wichtiges Zentrum in wirtschaftlicher, politischer und kultureller Hinsicht im Wipptal.

Sterzing ist ein beliebtes Ausflugsziel und wird Tag für Tag von vielen Tagestouristen besucht, die durch Alt- und Neustadt strömen. - Aber daran haben sich die Einwohner Sterzings über die Jahre gewöhnt.

Die günstige Lage an der Nord-Süd-Verbindung hatte bereits zu frühen Zeiten für eine zentrale Bedeutung von Sterzing gesorgt. So stand hier einst das Kastell Vipitenum, dass die Handels- und Kriegsstraße Via Claudia Augusta sicherte. Von der römischen Siedlung ist heute jedoch nichts mehr übrig außer ein Grabstein, ein Meilenstein und der Name, der die Grundlage für die Bezeichnung Wipptal bildet.

Im 12. Jahrhundert befand sich Sterzing im Aufschwung, man profitierte von Durchzugsverkehr und Handel und spielte eine wichtige Rolle im Kampf um die Macht, der sich zwischen den Tiroler Grafen und den kirchlichen Herrschern in Brixen abspielte. Drei Jahrhunderte später - im 15. Jahrhundert - wurde Sterzing zu einem wichtigen Mittelpunkt des Blei- und Silberabbaus in den umliegenden Tälern, was die Stadt zu einer der reichsten Städte Tirol machte. Als im 16./17. Jahrhundert der Bergbau niederging, endete gleichzeitig die Hochzeit von Sterzing. Man entwickelte sich zu einem normalen, kleinen Handels- und Ackerbauernstädtchen zurück.

Anfang des 20. Jahrhunderts begann dann der Fremdenverkehr über den Brenner zuzunehmen und Sterzing fing an, von den ersten Touristen zu profitieren, die mit dem Auto ins Land kamen.
 



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