
In Brixen (18.600 Einwohner) gibt es zwar schon länger keinen Bischof mehr, trotzdem wird die Stadt ihren Ruf als Bischofsstadt nicht los. Wenn man Brixen besucht, erinnert das Stadtbild bei jedem Schritt daran, dass hier einmal die Bischöfe zuhause waren. Schon um 990 wurde in Brixen ein Bischofsitz errichtet. Im Jahre 1027 kam dann der Aufstieg Brixens zum geistlichen Fürstentum. Die Stadt ist durch bedeutende Persönlichkeiten - wie Kardinal Nikolaus Cusanus geprägt, der sich beim Volk unter anderem dadurch unbeliebt gemacht hat, dass er das Tanzen auf Hochzeiten verbot und sich mit dem Landsherrn Sigmund überwarf. Brixen war damals eine konservative und schwarze Stadt, was früher oft zum Aufkeimen von Bauernaufständen geführt hat, die jedoch niedergeschlagen wurden.
Heute bewundern zahlreiche Touristen die Sakralbauten - wie den Dom, den Kreuzgang oder auch die bischöfliche Hofburg. Lebhafter ist es in der Brixen geworden, seit die Universität von Bozen ihren Zweitsitz in der Stadt eröffnet hat.
In der Umgebung von Brixen im Brixener Talkessel und auf dem Talboden bestimmen Obstplantagen und Weinreben das Bild.