Sarntal


Im Sarntal geht es bis auf wenige Tage im Jahr - wo Feste und Jahrmärkte gefeiert werden - eher ruhig und beschaulich zu. Die Bauern führen hier noch ein relativ traditionelles Leben, welches vor allem durch Brauchtum und Trachten geprägt wird.



Die Sarntaler haben viele alte Kunsthandwerke - wie Handweben, Korbmachen oder Drechseln. Berühmt ist das Sarntal für die ansässigen Federkielsticker, die mit gespaltenen Federkielen von indischen Pfauenfedern Leder besticken. Die Federkiele werden dazu hauchdünn in Streifen gespalten und mit einem Metallstift - der so genannten Ahle - eingestickt. Die bei der Federkielstickerei verwendeten Muster werden bereits über Generationen weitergegeben. Zu finden sind die Federkielstickereien hauptsächlich auf dem Leibgurt "Fatsch" und den Hosenträgern "Krax" der Sarner Tracht. Daneben werden beispielsweise auch Schuhe, Schlüsselanhänger oder Geldtaschen mit Mustern in Federkielstickerei versehen. - Wer eine Sarner Tracht als Souvenir mit nach Hause nehmen möchte, muss sich im Vorfeld bewusst sein, dass Handarbeit ihren Preis hat. Bedenken Sie, dass allein für einen prächtig federkielbestickten Leibriemen etwa 200 Arbeitsstunden anfallen und die Waren deshalb nicht billig angeboten werden können.


Das gesamte Sarntal bildet nur eine Gemeinde mit rund 6000 Einwohnern. Diese Gemeinde erstreckt sich auf 302km² von der Sarner Schlucht in der Nähe von Bozen bis hoch zum Penser Joch (2214m) - damit ist das Sarntal die größte Gemeinde von ganz Südtirol. Der Hauptort des Sarntals ist das historisch anmutende Städtchen Sarntheim.
 



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