Dolomiten
Entstehung
Vor 200 bis 220 Millionen Jahren breitete sich das Tethysmeer zwischen der eurasiatischen und afrikanischen Erdplatte aus. Im ruhigen und warmen Wasser dieses Meeres lebten zahlreiche Korallen, Muscheln, Austern und Schnecken, die unermüdlich Kalk produzierten, der sich zu hohen Riffen auftürmte. Der Kontinentaldrift sorgte dafür, dass die afrikanische Platte nach und nach Richtung Norden gerückt wurde, was zu Auffaltung, Zerbrechen, Spaltung und Überwerfen der Kalksedimente im Meer führte. Mit dem Auftauchen der Alpen aus dem Meer, traten auch die Dolomiten ans Tageslicht. - Großartige, senkrechte Kalksteinwände und zerklüftete Gipfel.

Namensgebung
Der Name Dolomiten ist lange nicht so alt, wie das Gebirge selbst und geht auf den französischen Mineralogen und Aristokraten Déodat de Dolomieu (1750-1801) zurück. - Auf einer Reise im Jahr 1789 hatte er einen Steinbrocken im Südtiroler Eisacktal entdeckt. Nach Analyse und Salzsäureprobe des Gesteins, stellte er fest, dass es sich um einen wenig aufbrausenden Kalkstein (magnesiasaurer Kalk) handelte. Anschließend übersandt er die Gesteinsprobe an den Genfer Naturwissenschaftler Nicolas-Théodore de Saussure, der es hinterher dem Entdecker zu Ehren als Dolomit betitelte.

Lage
Die Gebirgskette der Dolomiten liegt in den Regionen Südtirol, Trentino und Belluno, südlich des Alpenhauptkammes.

Landschaft
Die Landschaft der Dolomiten ist abwechslungsreich und attraktiv geprägt von steilen Felsspitzen im harmonischen Wechsel mit sanften, geschwungenen Tälern mit reichen Wäldern.

Bekannte Gipfel
Die Marmolada ist mit 3342 Metern Höhe die größte Erhebung der Dolomiten. Besonders populär ist die Gipfel-Gruppe der "Drei Zinnen", die in den Sextener Dolomiten zu finden ist.
 



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