Die Geschichte von Südtirol
Anfänge der Besiedlung
Bereits um 15000 vor Christus sind Jäger der Altsteinzeit durch das Land gezogen. Nachweise hierfür gibt es auf den Höhen der Seiser Alm, des Pulstertals und in der Nähe von Naturns. 7000 Jahre später um 8000 vor Christus haben erste Menschen der Mittelsteinzeit in Höhenlagen um 2000m - insbesondere in der Dolomitenregion - gesiedelt. Um etwa 3300 vor Christus hat im Schnalstal ein Mann gelebt, der heute als Ötzi in den Geschichtsbüchern steht und im Archäologiemuseum von Bozen ausgestellt ist. Aufgerichtete, hohe Steine (teilweise mit figürlichen Darstellungen) - Menhire - zeugen davon, dass etwa um 3000 vor Christus Menschen einer Megalithkultur in Südtirol ansässig waren. Um 750 bis 450 vor Christus hat es auf beiden Seiten des Brenners eine einheitliche keltische Hallstatt-Kultur gegeben. Um 400 vor Christus haben Räter, die in die Alpentäler abgedrängt worden waren, auf exponierten Plätzen Fluchtburgen und Kultstätten errichtet.

Römische Besetzung
Im Jahr 15 vor Christus befahl Kaiser Augustus seinen Stiefsöhnen Drusus und Tiberius den Einmarsch in das heutige Südtirol. - Nach erbitterten Kämpfen mit den Stämmen der Venonen, Isarker, Genauen und der Breonen kam es dann zur römischen Besetzung.

Ostgotenreich und Habsburger
476 wird der letzte weströmische Kaiser Romulus Augustus durch den Germanenführer Odoaker gestürzt und damit die römische Herrschaft in Südtirol beendet. 493 wird Odoaker von Theoderich dem Großen besiegt. Dieser gründet das Ostgotenreich in Italien, wo auch das Etschtal zugehörig wird. Es kommt zu weiteren Schlachten und Herrschern, bis das heutige Südtirol schließlich im Jahr 1363 an die Habsburger übergeben wird. Im Jahr 1665 stirbt die Tiroler Linie der Habsburger aus. Das Land wird nun von einem Gubernator verwaltet, wobei die Autonomie weitgehend erhalten bleibt.

Bayern, Österreich und der Widerstand
Um 1805 fällt Tirol an Bayern. 4 Jahre später - im Jahr 1809 - erheben sich die Tiroler zum Widerstand gegen Frankreich und Bayern unter der Führung von Andreas Hofer. Drei Schlachten am Berg Isel vor Innsbruck können die Widerständler für sich entscheiden. In der vierten Schlacht müssen sich die Tiroler der Übermacht geschlagen geben. Am 20. Februar 1810 wird Andreas Hofer zu Mantua erschossen. Im Jahr 1815 findet nach dem Sieg der europäischen Mächte gegen Napoleon der Wiener Kongress statt und Tirol geht wieder an Österreich. 1848 erfolgt die Befreiung von Grundabgaben an den Adel, womit auch in Tirol das Feudalsystem beendet wird.
Der Ötzi ist Beweis für frühe Siedler

Mit dem Fund des Ötzis im Jahr 1991 ist Südtirol über Nacht zum Mittelpunkt des weltweiten Medieninteresses geworden. - Erfahren Sie jetzt mehr über den Mann aus dem Eis.

 



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