Weinanbau im Vinschgau
Der Vinschgau ist das kleinste Weinanbaugebiet von Südtirol. Die Anbaufläche beträgt im Augenblick etwa 60 Hektar, die sich auf die Gemeinden Schlanders, Latsch, Kastelbell-Tschars, Naturns und Partschins verteilen. Von der Gesamtweinanbaufläche Südtirols entfallen circa 1,2 Prozent auf den Vinschgau. Aktuell sind über 300 Winzer im Vinschgau ansässig. DOC-Weine werden im Vinschgau erst seit 1995 angebaut.

Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde Wein im Vinschgau nur für den eigenen Bedarf angebaut. Die Niederschlagsmengen sind im Vinschgau im Vergleich zu anderen Regionen Südtirols mit etwa 480 Millimetern relativ niedrig. Da es im Sommer oft über Wochen nicht regnet, müssen die Weinanlagen künstlich bewässert werden. Deshalb werden alle Neuanlagen mit einer Tropfbewässerung versehen.

Der Boden im Vinschgau eignet sich überaus gut für den Anbau von Blauburgunder, der in Kleinlagen auf Höhen bis zu 800m angebaut wird und ansehnliche Ergebnisse hervorbringt. Neben dem Blauburgunder gehört der Vernatsch zu den wichtigsten roten Rebsorten im Vinschgau. Im Bereich der Weißwein-Sorten werden hier vor allem Weißburgunder und Müller-Thurgau kultiviert. Hinzukommen Gewürztraminer, Kerner, Riesling und die alte Rebsorte Fraueler.
 



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