Mittleres Etschtal - Geburtsstätte des Terlaner
Im mittleren Etschtal sind die Bedingungen für den Weinanbau eigentlich eher schlecht. - Der Boden an den Hängen ist humusarm und trocken, da er meist aus rotem Porphyr oder Porphyrsandstein besteht, worin die Niederschläge schnell versickern. Damit Weinstöcke hier gedeihen können, müssen sie ihre Wurzeln tief im Boden versenken, um an Feuchtigkeit zu gelangen. Trotz der widrigen Bedingungen ist das mittlere Etschtal berühmt für hochkomplexe Weißweine. So kommen die Weißweine mit der DOC-Kennzeichnung "Terlaner" aus dieser Region. Der Terlaner ist ein Verschnittwein (Cuvée), der mindestens zur Hälfte aus Chardonnay oder Weißburgunder besteht. Dieser Weißwein ist lange lagerfähig und behält dabei seine Lebendigkeit und Fruchtigkeit. Zu den wichtigsten Weinbaugemeinden des mittleren Etschtals gehören Nals, Andrian und Terlan.

Im mittleren Etschtal werden vor allem die Weißweinsorten Sauvignon Blanc, Chardonnay und Weißburgunder angebaut. Der Sauvignon Blanc wird unter dem Namen "Margarete" im Frühjahr gerne zum Spargel serviert, der ebenfalls in der Region angebaut wird. Daneben werden im mittleren Etschtal auch die weißen Rebsorten Welschriesling und Müller-Thurgau kultiviert.

In tieferen Lagen gibt es im mittleren Etschtal kräftige und sandige Lehmböden, die sich auch für den Anbau von Rotweinen eignen. Verbreitet sind hier vor allem die Rotweinsorten Merlot, Cabernet Sauvignon, Lagrein und Vernatsch.
 



Copyright 2008 reiseführer-südtirol.de