Eisacktal - fast ausschließlich für Weißweine bekannt
Die Niederschlagsmengen im Eisacktal sind mit circa 600mm verhältnismäßig gering, für den Weinanbau ist es daher gut, dass hier Urgesteinsböden aus Glimmer und Quarz vorherrschen, die zügig verwittern und daher die Feuchtigkeit gut speichern können. Die Böden des Eisacktals sorgen für eine einmalige Prägung der Weintrauben, obwohl sie nährstoffarm sind. Abwechslungsreiche Temperaturen mit heißen Tagen und kühlen Nächten und eine gute Durchlüftung tun ihr Übriges, um den Weinen des Eisacktals Kernigkeit und Feinheit zu verleihen.

Im Eisacktal gibt es eine Weinanbaufläche von annähernd 260 Hektar, die sich hauptsächlich auf die Bereiche um Vahrn, Klausen, Villanders und Völs am Schlern verteilt. Der Weinanbau im Eisacktal findet überwiegend in ausgeprägten Steillagen an der sonnigen Talseite statt.

Um 1950 wurden im südlichen Eisacktal mit etwa 80 Prozent hauptsächlich Rotweine kultiviert. Dabei standen vor allem die Sorten Vernatsch, Blauer Portugieser und die Furner Hottler (bei Villanders) im Mittelpunkt. Heutzutage werden Vernatsch, Portugieser und zusätzlich die rote Rebsorte Zweigelt zwar auch noch im Eisacktal angebaut, der Schwerpunkt hat sich jedoch im Eisacktal in der heutigen Zeit auf die Weißweinproduktion verlagert. Die Weißweine des Eisacktals gehören zu den besten von Südtirol und überzeugen durch eine würzige mineralische Frische.

Das Eisacktal bietet hervorragende DOC-Weißweine, wobei vor allem der Sylvaner und der Müller-Thurgau zu erwähnen sind. Aber auch Gewürztraminer, Kerner, Ruländer, Grüner Veltiner und Riesling sind im Eisacktal als DOC-Weine vertreten. An roten DOC-Weinen bietet das Eisacktal lediglich den Klausner Laitacher.
 



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